Französisch, Englisch, Übersichthome,  http://www.parteien-und-politik.de/Google.html

 

Prolog neu Okt. 2013:

Dies Projekt treibt und trägt sich durch das exorbitant hohe Bedürfnis nach Bildung und Lebenskomfort; - und dies nicht nur – wenn auch besonders - in Afrika, und nicht nur in der sog. 3. Welt, sondern ganz besonders auch in den Industrieregionen Europa und Nordamerika.

 

Nach einer Anfangsphase, in der nur von Person zu Person handwerklich und schulisch angeleitet und geprüft wird, ist eine Bildungs- und fälschungssichere Prüfungssoftware zu entwickeln, die das gesamte Wissen der Menschheit umfaßt und sowohl allsprachlich Wikipedia, wie auch jede andere bereits bestehende Informations-, Lehr- und Lernsoftware umfaßt. –

Die Finanzierung erfolgt durch ein entsprechend breitgefächertes Angebot von hochqualifizierter Dienstleistung..

Beispiel: Eine Schule im Herzen Afrikas, deren Finanzierung durch eine Bäckerei gewährleistet wird? Das verspricht das soziale Projekt „Centre Ya Bana“. Wir haben mit Simon Zimmermann, einem der Gründer, gesprochen.

http://www.f1rstlife.de/index.php?id=4&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=689

 

 

Ist dieses Konzept eines Polytechnikums von Simon und Beatrice realistisch, z.B. in den gigantischen Flüchtlingslagern und Slums überall in der Welt?

 

Fragt man einen europäischen Bildungsexperten, einen Minister, Professor oder Lehrer, der sich gut bezahlt in den Bereich der Entwicklungshilfe verirrt, aber wohl auch jeden, der sich in einem Amt irgendwo in Europa auf seinem Examensschein oder Titel mit festem Honorar wie auf einen Tron in unserer Bildungsaristokratie niedergelassen hat, der also in unserem mittelalterlichen, längst anachronistischen Bildungssystem durch Anpassung erfolgreich war, der wird immer sich selbst und seine Karriere als Meßlatte für etwas Vorbildliches deklarieren und alles andere als Phantasterei negieren und ablehnen.

 

Dabei wird dieses Konzept im Kleinen längst in Kenia, Indien und Bangladesh auf der Basis der Mikrokredite nach der Idee von Muhammad Yunus praktisch angewandt, bei dem jeder von anderen in der finanzierten Selbstständigkeit sowohl angelernt wird, wie er dann auch andere anlernt.

Dies ist in der Tat ein geniales Schneeballsystem, ohne den Muff der Talare des teuren europäischen Bildungsdinosauriers, bei dem es mehr um gesellschaftliche Höherstellung über andere als um Bildung geht.

 

In voller Effektivität als Massenuniversität setzt ein solches Konzept natürlich eine relativ gigantische Software voraus, über die automatische Lehr- wie sichere Prüfungsaufgaben erfüllt bzw. geleistet werden könnten, die vom Stoff her aber längst in allen relevanten Sprachen im Internet oder im Handel verfügbar sind, was mit einer Investition von nur einigen Millionen Euro in wenigen Monaten erstellbar (bestellbar) wäre.

ARBEITS- UND STUDIENVERTRAG (Entwurf)

Das Severua-Polytechnikum ist in Tanzania in dieser Form ein erstmaliger Versuch, Arbeit und Studium miteinander zu verbinden, so daß der Student von Beginn an ein Gehalt bezieht.

Der Eintritt in das Severua-Polytechnikum ist ein Arbeitsverhältnis und zugleich ein Studienverhältnis.
Voraussetzung ist der Besuch einer Grundschule: Der Bewerber im Alter von mindestens 15 und maximal 60 Jahren muß Kisuaheli lesen und schreiben können und die vier Grundrechenarten beherrschen.
Mit der Bewerbung muß jeder einen Test mit 600 Fragen beantworten. Die richtige Beantwortung der Fragen entscheidet nicht über die Aufnahme ins Polytechnikum, sondern kann einmal dem Bewerber zur Selbsteinschätzung dienen, soll aber in erster Linie für den Betrieb zur Feststellung und Beurteilung verschiedener Begabungen dienen.

Sinn der Kombination von Arbeit und Studium je 4 Stunden täglich an fünf Tagen der Woche ist es, den Arbeitnehmer für die besondere Arbeit zu schulen und bis zum Alter permanent weiter zu qualifizieren.
Der allgemeine Bildungsstand sollte nach 20 Jahren der höchste in der Welt sein.
Das Studium gehört zur Arbeitszeit.
Im Interesse des Arbeitnehmers liegt es, sich für eine Weiterbeschäftigung und eine eventuell höhere Gehaltsstufe zu qualifizieren.
Im Interesse der Firma soll die Qualifizierung der Arbeitnehmer erreichen, mehr und bessere Produkte herstellen und besser vertreiben zu können.
Der Arbeitstag besteht aus vier Stunden praktischer Arbeit, nach Bedarf in 6 Schichten, und vier Stunden theoretischer Tätigkeit, die sich je zur Hälfte wieder in Studium und Lehrtätigkeit aufteilt.

DAS STUDIUM umfaßt

1. alle betrieblichen Vorgänge:
Einkauf von Materialien, Lagerung und Konservierung, technische Fertigung, Verpackung, Präsentation, Design und Werbung, Pädagogik, Rhetorik, Vertrieb und Verkauf, Marktforschung, Betriebsführung und Buchhaltung,
wie der Gebrauch und Umgang mit Computern;
2. Hintergrundwissen und Allgemeinbildung:
Kisuaheli und Englisch, Mathematik,
Physik, Chemie, Materialkunde, Technik und Fertigung, Elektrik und Elektronik,
Rechts- und Staatskunde, Soziologie, Geschichte und Geographie,
andere Sprachen wie Französisch, Spanisch, Deutsch, u.s.w.,
Religion, Philosophie und Literatur,
Musik, Kunst und bildnerisches Gestalten, Medienanalyse und Mediengestaltung von Zeitung, Büchern, Film und Fernsehen, Erstellen von Computerprogrammen, Erstellen von Unterhaltungsprogrammen, Erstellen von Lerneinheiten, Erstellen von Lern- und Testprogrammen.
Ein besonderer Übergang als Eignungsnachweis zum konventionellen Hochschulniveau soll nicht bestehen ist aber denkbar.
Ebenfalls sind Berufsabschlüsse wie eine strenge Trennung in konventionelle Berufsgruppen nicht vorgesehen: Die Theorie richtet sich nach dem betrieblichen Bedarf und den praktischen Möglichkeiten, so daß sowohl in den Lerneinheiten wie bei der praktischen Tätigkeit im Prinzip Permeabilität zwischen allen Berufsgruppen, Arbeitsplätzen und Lehrbereichen gegeben bleibt. Dies schließt eine berufliche Spezialisierung selbst bis zur Ebene der reinen wissenschaftlichen Forschung nicht aus, sondern soll dieses erleichtern.
Jede Qualifikationsstufe kann als Zugang zu unterschiedlichen höheren Lerneinheiten weiterführen, wie auch umgekehrt unterschiedliche Lerneinheiten als Voraussetzung zu einer Qualifikationsstufe geeignet sein können.
Die Festlegung eines Abschlusses im Niveau der konventionellen Berufe ist aber denkbar.

DIE PRAKTISCHE TÄTIGKEIT.
Eine Spezialisierung sowohl der Tätigkeit wie des weiteren Studiums entscheidet sich durch die Eignung, durch Qualifizierungstests, sowie durch Möglichkeit und Bedarf und nach dem persönlichen Wunsch der Arbeitnehmer.
Die praktische Tätigkeit der 4 Stunden täglich muß nur mindestens dem theoretischen Bildungsgrad entsprechen, sie kann qualitativ je nach Bedarf beliebig darunter liegen, das heißt: Ein Betriebsangehöriger mit dem theoretischen Bildungsgrad eines Ingenieurs kann, wenn notwendig, trotz höherer Qualifizierung und höherem Gehalt, eine einfache Fließbandarbeit ausführen müssen.
Vier Stunden Arbeitszeit versteht sich ohne Pause. Nach Bedarf muß im 6-Schichtenrythmus gearbeitet werden; z.B. von 6 Uhr bis 10 Uhr vormittags oder auch von 14 Uhr bis 18 Uhr nachmittags u.s.w..
Die Woche besteht aus fünf Arbeits- und  Studientagen.
Das Gehalt richtet sich nach dem theoretischen Qualifikationsgrad.
Mit einer höheren theoretischen Qualifizierung verbindet sich automatisch eine höhere Entlohnung von mindestens 1% zum Normaltarif nach jedem erfolgreichen Test.
Eine jeweils höhere Qualifizierungsstufe entscheidet sich mindestens alle drei Monate (vier Mal jährlich) durch theoretische Testprüfungen.
Bei einem Test müssen von etwa 200 Fragen, die aus 600 Fragen der vierteljährlich belegten Lerneinheiten beliebig ausgewählt werden, mindestens 70% im Multiple-choise-Verfahren richtig beantwortet sein, um eine Höherstufung, also einen höheren Qualifikationsgrad zu erreichen.
Mit einem negativen Ergebnis bleibt das Gehalt unverändert.
Je nach Vorbildung, Fleiß oder Begabung können freiwillig im Jahr mehr als das Minimum von vier Tests absolviert werden.
Das theoretische Studium und alle Tests gehören zur bezahlten Arbeitszeit. Wer wiederholt Arbeit, Studium und/oder Tests ohne akzeptierten Grund (wie z.B. Krankheit) versäumt, wird entlassen. Er kann sich eventuell für die niedrigste Stufe erneut bewerben.
Vorgesehen ist, daß die Qualifikationstests im Prinzip nach der Methode wie nach dem genauen Zeitpunkt vom Studierenden frei gewählt werden können, ob sie z.B. schriftlich unter Aufsicht zu einem bestimmten Termin oder auch frei an besonderen Automaten und Komputern geleistet werden.
Tests an speziellen Automaten oder Komputern können dann beliebig oft wiederholt werden.

DIE LEHRTÄTIGKEIT.
Nach etwa der vierten Qualifikationsstufe, teil sich die theoretische Arbeit zur Hälfte je in Studium und Lehrtätigkeit.
Der Student muß als Dozent Lernbereiche, in denen er sich genügend qualifiziert hat, an andere, etwa jeweils fünf Betriebsangehörige, unterrichten.
Er betreut seine Studenten jeweils drei Monate selbstverantwortlich bis zum jeweiligen Abschlußtest.
Er ist verpflichtet, einen schriftlich vorgegebenen Lehrplan einzuhalten.
Er kann für seinen Bereich spezielle Prüfungsfragen erstellen und vorschlagen.
Durch dieses Dozieren vertieft und verfestigt sich einmal das gelernte Wissen, und erspart andererseits teure Lehrkräfte.
Der jeweilige Qualifikationsgrad des Dozenten berechtigt zum Tragen einer bestimmten Kluft, die bei der Lehrtätigkeit getragen werden muß.
Mit einem bestimmten Qualifikationsgrad, insbesondere im höheren Alter, kann nach Bedarf und Wunsch die praktische Arbeitszeit ganz durch Lehrtätigkeit ersetzt werden.
Unterricht und Tests werden von Tutoren und Professoren zugewiesen und beaufsichtigt und durch allgemeine Vorlesungen ergänzt.

ORGANISATION DER STUDIERENDEN
Die Studierenden sind in einem Betriebsrat organisiert und über diesen an der Gesamtgestaltung von Lehre und Produktion beteiligt.

AUßERBETRIEBLICHE STUDENTEN.
Arbeitnehmer aus anderen Betrieben oder freie Studenten können gegen Zahlung einer Studiengebühr an allen Schulungen und Tests teilnehmen.
Sie müssen sich für jede Lerneinheit, die sie belegen wollen, vorher durch einen Test qualifiziert haben. Es besteht weder Pflicht noch Recht, selbst zu unterrichten.
Sie erlangen keine besonderen Rechte, in das Polytechnikum voll aufgenommen zu werden.
Im Fall einer Aufnahme ins Polytechnikum ist der theoretische Qualifikationsgrad für die Gehaltsstufe nicht verbindlich und wird ja nach Praxis des Bewerbers von Fall zu Fall entschieden.
 
 

Simon Severua, Box 1145
Tabora/ Tanzania
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