Europa in der Krise?

 

 

Europa ist nicht ein Produkt der EU-Verfassung,

die EU-Verfassung dagegen ist ein Produkt Europas.

 

Glückwünsche für Frau Dr. Angela Merkel, für die Bundesrepublik und für Europa, wenn sie als neuer Bundeskanzler auch einen Neubeginn in den innereuropäischen wie  transatlantischen Beziehungen einleitet. Das bisherige peinliche Chaos im Verhältnis zu den USA hat sich längst auch niedergeschlagen in Form von Missverhältnissen innerhalb Europas. Mit der kurzsichtig selbstgerechten und wahrhaft kindischen Polemik gegen die Intervention im Irak, wurde nicht nur im Irak der Terror gegen die USA und gegen Land und Leute geradezu bestärkt, was Tausenden Menschen das Leben kostete, als sei Terrorismus ein berechenbares und durch die USA ausgelöstes Naturereignis und als sei es nicht ein organisiertes Verbrechen, sondern man verhinderte auch eine vernünftige gemeinsame europäische Haltung zum Nah-Ost-Konflikt. Für Frankreich, d.h. für Chirac war logischer Weise Europa und das heißt ein Miteinander mit der noch pubertären neuen Demokratie Deutschland erst mal wichtiger als der Nahe-Osten.

 

Als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik tritt die 50-Jährige Angela Merkel als Kanzlerkandidatin für die Union an. Die Präsidien von CDU und CSU beschlossen am Montag einstimmig, dass die in der DDR aufgewachsene Partei- und Fraktionschefin Gerhard Schröder im Herbst herausfordern wird.

Arbeitsmarktpolitisch wird eine weltpolitische Lösung auch für Europa, wo Maschinen zunehmend die Arbeitskraft des Menschen ersetzen, was ja eine positive Entwicklung ist, wohl zuerst aus den USA kommen, - sowohl in der Theorie wie in der praktischen Umsetzung. Die Lösung kann nur bedeuten, dass der Mensch in seiner zunehmenden freiwilligen oder unfreiwilligen Freizeit, sei es in Deutschland, in Tanzania oder Brasilien ein menschenwürdiges Auskommen hat und dabei nicht verkommt, sondern eingegliedert bleibt durch Bildungs-, Sozial- oder Kulturbereiche. Dazu muß natürlich jedes Land die eigenen steuer- und verwaltungstechnischen Hausaufgaben machen und bildungsmäßig dazu auch in der Lage sein. Entsprechende europäische oder internationale Universitäten sind offensichtlich das Gebot der Stunde, gegen steuer- und verwaltungspolitische Einseitigkeit, Korruption und Isolation ebenso wie gegen steuer- und verwaltungspolitischen Diletantismus. FS Juni2005