Was tun mit den gefangenen Al Kaida –Kämpfern und Schülern??

                 

Afghanistan
September 11. 2001
Okt. 7. 01, der Gegenschlag
Das Selbstmordattentat als logisches Problem.
Eitelkeit und verletzte Eitelkeit als Identität.
Zivilisiertes  Miteinander
aller Nationen- auch des Islams.
 Was ist Gott?
 

Demokratie und Obrigkeit
Entwicklung in Religion und Politik seit 630 n.Chr.

Scheich Ahmed Jassin: Der Freund, der Arafat das Leben schwer macht [spiegel]
portraitiert den radikal-islamischen Gründer und Chef der Hamas, deren Kämpfer die Zerstörung Israels als "Heiligen Krieg" verstehen

 

27. Jan. 2002

 

Man kann wohl kaum alle Al Kaida, Hamas, PFLP, PiJ, PKK Kämpfer oder Schüler,   töten oder für das ganze Leben einsperren., - und was es sonst noch an Selbstmordschulen gibt - , deren Anhänger man einfängt.

 

Diese Leute sind ganz sicher nicht das Salz der Erde, das Licht der Welt und Boten des Friedens wie einst Buddha, Jesus und Mohammed, sie sind auch keine Missionare für den Glauben an Gott, an den Islam oder an Allah, sie sind ganz sicher eher das Gift der Welt – auch der islamischen Welt und sind eine Beleidigung für den Islam, - so wie sie selbst vergiftet wurden. Arme Opfer.

 

Die wohl meist atheistischen CIA–Agenten werden es auch kaum schaffen, sie eines besseren zu überzeugen. Das Problem ist politisch, theologisch, soziologisch und psychologisch recht kompliziert. Man muß die Absicht, Konstitution und Strategie, die Lehre und Tätigkeit der Lehrer und Selbstmordschulen sowohl unterscheiden von dem der als Opfer zum Selbstmord grundsätzlich bereiten oder „bereitgemachten“ Täter, die dennoch grundsätzlich verantwortlich sind, wie man dies natürlich auch in dem immanenten wie expliziten Zusammenhang zu sehen hat. Wenn Bin-Laden vor der islamischen und sicher eher anvisierten nicht-islamischen Weltöffentlichkeit bei Gott schwört, dass er mit den Attentaten nichts zu tun habe, dann liefert er mit solchem Meineid  und solcher Lüge vor Gott und den Menschen ein Modell, das die eigentliche Stärke moderner Rechtsprechung – nicht nur im Westen – als Schwäche vorführen soll, wo nur der Beweis gilt, denn die Terroristen sind ja freiwilligen Täter, und die sind tot.

 

Am Beginn einer sicher ganz groß gedachten weltweiten neuen Terroraktion, die von Al Kaida ausging, stand die Ermordung von Schah Massud, den Führer der Nordallianz und zwar im Namen Gottes durch einen Selbstmordkandidaten. Das bedeutet, dass nun jeder Moslem seine Gegner im Namen Gottes töten darf. Da nun dieses weder im islamischen Glauben noch im jüdischen und christlichen erlaubt ist, und auch von keinem gläubigen und vernünftigen Menschen gedacht wird, und wenn man davon absieht, dass solcher Mord als Drohung gegen andere muslimische Staaten gedacht war, dürfte auch der einfältigste Mensch einsehen, dass dies nicht Islam sondern Chaos bedeutet, - wenn man ihm das klarmacht.

Die weltweite Publicity, die die Selbstmörder dann vom 11. Sept. „ernteten“, mag für manchen einfältigen Moslem wie eine Rechtfertigung gewirkt haben. Bei Arafat weiß ich nicht, ob Erpressung, Angst um sein Leben oder aber ein Pokerspiel mit der humanistische Naivität der Europäer sein Handeln bestimmt, die er gegen Israel und die USA ausspielen will oder soll. Jedenfalls war der 11 Sept. Gift für den gesamten Islam, weil die religiöse Legitimationsfrage durch das Spektakel in den Hintergrund geriet, wodurch für manche aus Massenmördern „Helden“ wurden.

 

 

Zuerst muß man natürlich verhindern, dass es unter den Gefangenen zu einem selbstmörderischen Aufstand kommt, durch den man u.U. gezwungen wäre, ein Massaker zu veranstalten. Blair und Fischer sehen solche Gefahr nicht und sind sicher naiv. Obwohl Europa viel Erfahrung mit solchen Exzessen hat, kann es offensichtlich weder beraten noch helfen, weil die eigenen Erfahrungen nur verdrängt und nicht aufgearbeitet wurden.

 

Man muß aufklären.

Friedhelm Schulz , 27. Jan. 2002

 

 

Nach 50 Jahren misslicher Entwicklung ist es leicht, den Palästinensern und Israelis Vorwürfe für ihr Fehlverhalten zu machen.

Vor 50 Jahren kamen die Israelis meist als Flüchtlinge in ihre Urheimat zurück aus einer Welt, in der jede Nation für die eigenen Interessen noch über Leichen ging. Die mörderischen Faschisten in Deutschland und Italien waren zwar besiegt, aber sie gehörten jetzt zu den Vasallen der alten Mächte, die rigoros und blutig in Ost, West und Süd, in Indochina, Asien, Afrika und Südamerika gegen Demokratie, gegen nationale Unabhängigkeit und gegen Sozialismus kämpften.

Und seit 50 Jahren lernen nun die Palästinenser – von der Weltgemeinschaft relativ gut versorgt, aber bevormundet - , lernen Frauen, Kinder und Männer nichts anderes, als dass die Israelis ihnen den Reichtum und jede Entwicklung nur gestohlen hätten.

 

Die Vorzeichen unserer Welt haben sich geändert.