„Futter für Wadenbeißer.“

Undifferenziert schwappt der amerikanische Wahlkampf nach Europa und erscheint in unseren Medien als Weltanschauung.

Aus welchem Grunde die peinlichen Fotos und Filme in den irakischen Gefängnissen auch immer gemacht und womöglich auch gestellt wurden, natürlich wusste man, dass es dafür im Wahljahr 2004 einen gut zahlenden und weltweiten Markt gibt.

Was macht man nun mit einem islamistischen Selbstmordterroristen? Schickt man ihn – wie offiziell sogar geplant - von Deutschland aus zurück nach Frankreich, Spanien, Italien, nach Saudiarabien, Tunesien, Algerien oder Marokko, als ob uns dort die Opfer nichts angingen? Nimmt man ihm aber in Deutschland die normalen Menschenrechte, um sein Explodieren und Morden zu verhindern, verstößt man dann gegen die Menschenrechte?

Hier würde dann aus Rhetorik eine politische Bühne und Realität, soweit sich rhetorische Scharlatanerie als Wahrheit verkaufen lässt. Und natürlich wird man dieses Spiel mit Pressefreiheit rechtfertigen.

Solche Wadenbeißer ohne jede Verantwortung sind wohl das unvermeidbare Schicksal der Großmächte, die ihrerseits gewollt oder nicht, die Verantwortung für den Weltfrieden tragen, und eben auch den Terrorismus anpacken müssen.

George W. Bush hat nun voll ins Wespennest gestochen, und er ist wohl der einzige, der es dort auch ausräuchern kann.

Der feige Mord an dem Amerikaner illustriert nur die schreckliche Alternative.

FS