Neu: 25. August, 2004

Hartz IV beseitigt weder Bildungsmangel

noch den Mangel an passenden Arbeitsplätzen, die mit einer geringen Bildung von Gestern ausgeübt werden können.

Maschinen übernehmen zunehmend diese Arbeit des Menschen.

Das ist gut so. Denn Maschinen sind zuverlässiger, schneller und billiger. Ein Vorteil für alle.

Und der Mensch hat schließlich noch anderes zu tun, als Autos zusammenzuschrauben oder ähnliches, z.B. könnte er sich um die Erziehung und Bildung der Kinder kümmern. Aber auch das hat man nicht gelernt, - und weder alte Schulen noch neue Komputer und Fernsehsender allein können dies leisten.

 

Natürlich lässt sich Arbeitsplatzmangel, Bildungsmangel und daraus resultierende Armut nicht von heute auf morgen beseitigen; weder durch Hartz IV noch durch andere Programme. Auch dazu gehört Verstand und Einsicht, die niemand gelernt oder erworben hat.

Bis zum Entstehen von Arbeitsplätzen und geeigneten modernen Schulen ist ein solches oder ähnliches Programm wie Hartz IV wohl unvermeidlich und sinnvoll. Die Fehler der Vergangenheit und Gegenwart müssen schließlich finanziert werden.

 

Die drei großen Versuchungen von Hartz IV bleiben jedoch,

  1. dass man mit der Verwaltung von Arbeitslosigkeit und Bildungsmangel diese beiden „Brotgeber“ einer großen Verwaltung lieb gewinnt und eher hegt wie bisher als beseitigt;
  2. dass sich die Betroffenen, die Arbeitslosen, die Kinderreichen, die Ungebildeten, die Armen und Hoffnungslosen passiv in ihr Schicksal als Überflüssige und Underdogs fügen als die Verlierer der Gesellschaft.
  3. dass sich ein entsprechend nach Hartz IV organisiertes Billiglohngewerbe etabliert, durch das sowohl die Staatskasse wie auch die Arbeitnehmer kräftig ausgebeutet werden.

 

Nun ist es nicht Aufgabe der Industrie, Arbeitsplätze zu schaffen. Und wenn die Fähigkeit, Weitsicht und die Geldgier der Manager nicht groß genug ist, um Handwerk und Industrie und eine entsprechende Qualifizierung schnell genug wachsen zu lassen, wozu im Verhältnis zum Wachstum auch immer weniger Arbeitsplätze notwendig sind, sollte sich der Staat gefordert fühlen. Denn Arbeit und Arbeiter gibt es massenhaft.

 

Da man in Deutschland gute Ideen eher bestraft und verbietet als aufgreift, müssen wir wohl warten, bis dies Problem in den USA durchdacht und nach Lösungen hin diskutiert und erprobt wird.

FS